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Abbruch (der
Bike-Tour). Darf nur bei außergewöhnlichen Ereignissen erwogen werden - also
etwa bei einem Erdbeben oder beim Ausbruch des Vulkans, den man gerade
hinaufkeucht. Abfahrt Das
Schärfste überhaupt. Über Stock und Stein, Wurzelwerk und Bodenwellen fetzt,
rast, brettert und donnert der Biker talwärts, pardon, downhill, scheucht Kühe,
Gemsen, Wanderer und anderes Getier seitlich in Büsche und Felsspalten,
schlittert mit einem Power-Slide um die Kurve, vermeidet mit einem gerissenen
Wheelie die Kollision mit dem Wegweiser, setzt per Bunny-Hop über einen Felsen
und landet nach einem total irren Direttissima-Flight auf dem nächsten
Operationstisch. Abgang Zunächst
einmal Grundsätzlich: der Biker stürzt nicht, der Biker geht vom Gerät ab.
Kontrolliert!! Auch wenn es nicht immer so aussieht. Es haben sich dabei,
ähnlich wie bei der Eislauf-Kür, verschiedene Abgangsformen herausgebildet, von
denen wir hier einige aufführen wollen: Etwa den eingesprungenen Doppelbock, bei dem der Biker mit gespreizten
Beinen nach vorne über den Lenker segelt. Der Abschluss dieser Figur kann
entweder in einem Plattnasen-Slide bestehen oder, noch gekonnter, in einem
dreifachen gezwirbelten Geröllheimer mit punktuellem Head-Touch. Sehr
beliebt ist auch der hangabwärts gekippte Schluchtensegler mit gerissener Fichtenlandung
oder, wahlweise, geschrammter Backen-Pirouette. Das gleiche gilt für das hauptsächlich
auf Kuhweiden vorgeführte Fladenglissando mit einwärts gedrehtem
Almrausch-Überschlag und geplatschtem Steißdreher. Auch bei den verschiedenen
Salto-Variationen, je nach Können mit oder ohne anhängendem Bike, kann der
Fortgeschrittene sein artistisches Können unter Beweis stellen. Abgas Krebsförderndes
Produkt der automobilen Zivilisation. Der gesundheitsbewußte Mountainbiker
flüchtet davor in Bergeshöhen, wo er es nur noch mit krebsfördernden Ozon zu
tun hat. Abheben Augenblick,
in dem der Biker von der fahrenden in die fliegende Fortbewegung übergeht. Abseilen Aus der
Bergsteigersprache übernommener Ausdruck. Sich abseilen bedeutet, den
Biker-Pulk zu verlassen und im nächsten Wirtshaus dessen Rückkehr abzuwarten. Absteigen Kommt
überhaupt nicht in Frage!!! Adrenalin Hormon, das
mit steigendem Stress vom Körper produziert wird. Wie sehr den Biker
beispielsweise eine Abfahrt geschlaucht hat, wird bei der Analyse daran
erkannt, wie viel Restblut im Adrenalin enthalten ist. Ahoi! Begrüßungsruf
norddeutscher Mountainbiker, wenn sie sich bei der Watt-Tour oder beim
Deich-Climbing begegnen. Akklimatisation Erfahrene
Biker wissen, wie wichtig es ist, nicht hur bei der Reise in ferne Regionen,
sondern auch in der heimischen Bergwelt. Erreicht man doch, je höher man kommt,
laufend neue Klimazonen. Der Körper muss sich also ständig neu anpassen, und
das kann er nur im Ruhezustand. Entsprechende Pausen sind deshalb einzuplanen,
im Durchschnitt alle 200 Höhenmeter. Auf diese Weise kommt man zwar nicht auf
den Gipfel, aber wenigstens ausgeruht wieder nach Hause. Alkohol Der
sportliche Biker meidet ihn und löscht seinen Durst ausschließlich mit Wasser
und Tee. Wie zum Beispiel Kirschwasser, Zwetschgenwasser, Jagertee oder
Hopfentee. Almhütte In den
höheren Regionen der Alpen gelegene Unterkunft von
Kuh-Beaufsichtigungspersonal, auch Senner genannt – heute jedoch meist nur noch
zur Touristen-Ergötzung und –Atzung unterhalten. Dort gibt es jederzeit frische
Kuhmilch aus der Plastiktüte und Käse aus der Frischhaltefolie, deren Preise
nach Metern über Meereshöhe berechnet werden. Alpen Bergmassiv,
das zum Durchqueren geradezu einlädt. Der erfahrene Biker weiß, dass eine
derart schwierige Aufgabe nur wohlüberlegt angehen darf. Am besten hat sich bis
jetzt folgende Methode bewährt: das Bike auf dem Dachträger befestigen, sich
hinters Steuer setzen und Gas geben. Ameise Zeitlich
begrenzte Erinnerungslücke, die gerade bei Bikern immer wieder auftritt. Wenn
sie zum Beispiel von ihrer letzten sagenhaften Tour berichten, wissen sie noch
genau, mit welchem Elan sie die ersten Höhenmeter angegangen sind, und sie
vermögen auch sehr eindrucksvoll das erhebende Gefühl zu schildern, das sie auf
dem Gipfel übernommen hat – aber an die Strecke dazwischen, auf der sie das
Bike geschoben haben und trotzdem beinahe zusammengebrochen sind, an die können
sie sich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Andenken Man nimmt
sie mit nach Hause, um sich auch später noch an die wunderschöne Tour zu
erinnern. Die einen, auch Souveniers genannt, muss man bezahlen, die Kosten der
anderen übernimmt die Krankenkasse. Ansichtskarte Man schickt
sie aus dem Urlaub an die Lieben zu Hause, wobei man am besten eine auswählt,
auf der viele Gipfel zu sehen sind. Einen davon kennzeichnet man mit einem
Pfeil oder Kreuz. Das ist der, den man, wenn die Umstände nicht so widrig
gewesen wären, beinahe erreicht hätte. Antrieb Eines wird
vom anderen angetrieben. Das Rad vom Ritzel, das Ritzel von der Kette, die
Kette von den Pedalen und diese wiederum vom Biker. Und der Biker? Offenbar ist
da eine Lücke in der Konstruktion. Askese Mit diesem
Wort wird die für jeden ernsthaften Sportler – und welcher Biker wäre das nicht
– so wichtige Zurückhaltung bei allen Arten von körperlichen Genüssen und
Ausschweifungen bezeichnet. Wer genug Power auf die Pedale bringen und nicht
schon bei der ersten läppischen 20-Prozent-Steigung abschaffen will, der muss
sich einschränken. Also zum Beispiel kein ganzes gebratenes Hähnchen als
Wegzehrung mitnehmen, sondern nur ein halbes! Und am Abend zuvor muss beim
vierten Bier Schluss sein, auch wenn’s weh tut. Asphalt Glatte
Fahrbahnunterlage, für die das Mountainbike im Grunde gar nicht geschaffen
wurde. Warum trotzdem die meisten dieser Wald- und Wiesenränder ausgerechnet darauf
herumrollen, konnte noch nicht endgültig geklärt werden. Es scheint sich da um
ein ähnliches Phänomen wie bei den vierradgetriebenen Geländewagen zu handeln. Aufwärts Von jedem
erfahrenen Biker bevorzugte Fahrtrichtung. Ist sie doch ein sicheres Indiz
dafür, dass es irgendwann auch wieder abwärts gehen wird. Ausdauer Die
Fähigkeit, den Zeitraum zwischen Aufbruch und Zusammenbruch möglichst in die
Länge zu ziehen. Ausgleichsport Betätigung,
die einen Ausgleich zur hauptsächlich betriebenen Sportart bildet und die dabei
nicht oder nur unzureichend aktivierten Körperpartien trainieren soll. Als
Ausgleichsport zum Biken, bei dem vor allem die Beine bewegt werden, bietet
sich zum Beispiel das Skat- oder Schachspielen an. Azoren Inselgruppe
im atlantischen Ozean, wo die das Bike-Wetter bestimmenden Hochs und Tiefs
herkommen, die Biker selbst jedoch nur selten hinkommen.
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